KINGS OF CONVENIENCE
Declaration Of Dependence
Virgin / Emi

Eigentlich lustig, dass man sich im Falle der Kings Of Convenience kaum an den Namen des einen Duo-Partners erinnert. Eric Glambek Boe heißt er. Aber den anderen, Erlend Oye, kennen natürlich alle, den Whitest Boy Alive. Und das Jahr ist noch nicht rum, da kommt er schon wieder mit einer durchweg fantastischen Platte. Ohne Boes Anteil zu schmälern - aber Erlend Oye hat derzeit einen Lauf. Quasi der Phil Collins des Indie. Und die Ausflüge in die moderne Tanzmusik tun auch den akustischen Tupfern der Kings gut. Denn so luftig hier arrangiert wird, mit geschmackvollen Streichern, rhythmisch funky ineinandergreifenden Akustikgitarren, diese Leichtigkeit, das macht die Musik dieser Band zum nordischen Bossa Nova. Die Melancholie des Spätsommers mit der Kuscheligkeit des Herbstes vereint: Erlend Oye sorgt für seine zweite Konsensplatte in einem Jahr.
Karl Koch