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THE MARS VOLTA
Octahedron Universal
| "The Bedlam In Goliath", das letzte Album der Band um zwei ex-At The Drive In-Mitglieder, verlor sich in Progrock-Eskapaden, endlosen Gitarrenfrickeleien und klanglichem Bombast. Alles, was an Tönen und Klingklang beim Experimentieren abgefallen war, fand den Weg auf die Platte. Das war einfach zuviel. The Mars Volta auf den Spuren von Yes - nein danke! Für das neue Album haben sie sich deshalb eine klangtechnische Diät verschrieben und zwei Bandmitglieder vor die Tür gesetzt. Die Reduzierung der Mittel sorgt zumindest teilweise für richtige Rocksongs. Packende Melodien sind auch abgefallen, etwa die des melancholischen Openers, der mit elegischer Stimme engelsgleich intoniert wird. Das klingt dann fast nach sphärischem Space-Rock der End-60er. Leider wird mit zunehmender Albumdauer aus Space- erst Hard-, dann wieder Prog-Rock mit endlos dudelnden Gitarren, ausufernden Gesängen und Spannungsbögen, die im pompösen Nichts enden. Wie war das noch: Wenn Diäten was nutzen sollen, muss man sie auch durchhalten... Volkard Steinbach |