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NOUVELLE VAGUE
3 Pias / Rough Trade
| Nach zwei Erfolgsalben hat sich das Konzept der französischen Klangtüftler abgenutzt. Einen Neuanfang wollen Nouvelle Vague dennoch nicht wagen, weshalb man erneut junge Sängerinnen hört, die mit naiven Oh-la-la-Stimmen komplett umarrangierte Punk- und Wave-Klassiker sowie Songs aus den frühen 80ern intonieren, darunter Stücke von Violent Femmes, Talking Heads, Simple Minds, Police, Plastic Bertrand und Psychedelic Furs. Allerdings sind die Songs nun nicht mehr als lässige Bossa Novas arrangiert, sondern werden hübsch schluffig in Pop und Folk getunkt. Das ist nett anzuhören, aber nicht mehr. Was Nouvelle Vague dann doch noch vor gepflegter Langeweile rettet, ist die Idee, einige der Original-Komponisten einzuladen. So hört man Martin Gore von Depeche Mode bei "Master & Servant" mitbrummen, Ian McCullock von Echo & The Bunnymen sorgt im Duett mit Melanie Pain für angenehm nostalgische Stimmung und Terry Hall (Fun Boy Three, Specials) liefert mit Marina Celeste eine verträumte Version von "Our Lips Are Sealed". Volkard Steinbach |