ANTI-FLAG
For Blood And Empire
Red Ink / Rough Trade

39 Minuten reichen dem Punkquartett aus Pennsylvania, um auf ihrem Majorlabel-Debüt einen Flächenbrand zu entfachen. Politisch hochmotiviert wie inhaltlich fundiert recken Anti-Flag den Mittelfinger in Richtung der Bush-Regierung. Damit steht die Viererbande in einer Front mit Leuten wie Michael Moore oder dem linksliberalen Senator Greg Palast. Kompositorisch gehen die agilen Polit-Punks den auf dem Vorgänger "The Terror State" eingeschlagenen Weg unbeirrt weiter, haben ihr zum Trademark gewordenes Midtempo-Songwriting noch weiter perfektioniert und mit Songs wie "The Press Corpse", "Hymn For The Dead" oder "State Funeral" druckvolle Punkpop-Hymnen geschrieben. Hier ist sie, die Antwort zur wichtigen Frage: "What are we going to do about the USA?"!
Frank Möller