ANTIPOP CONSORTIUM
Arrhythmia
Warp / Zomba

Underground Rap - how low can u go? Sehr "low" jedenfalls, wenn der Hörer gewohnte Hip Hop-Klischees einfach mal vergisst und sich auf diese Crew einlässt. Beeinflusst durch die New Yorker Street-Poetry-Szene sowie den rauhen New School-Rap der 80er erschaffen sie ihren eigenen, autistischen Soundkosmos. Und der ist derart weit entfernt vom "normalen" Hip Hop, dass auch ihr Vertrag mit dem Elektronik-Label "Warp" (Aphex Twin, Squarepusher) nicht verwundert. So fängt etwa "Mega" als schräger Storyteller-Rap mit fies stichelnden Analog-Synthies an - um dann in einer Art Oper samt Orchester zu enden. Unglaublich, vor welch bizarren Soundgebilden die drei MCs noch rappen (oder singen!) können - von Beats im üblichen Sinne sind zuweilen nur noch sirrende Soundschleifen übrig. Trotz aller avantgardistischen, bisweilen nervigen Störgeräusche steckt in dieser Platte einfach zu viel Spass am Rap, um sie in die Experimentalmusik-Ecke zu verbannen.
Frank Krings