APHRODITE
Aftershock
V2 Records

In der Drum'n'Bass-Unterabteilung "Jump-Up-Style" ist DJ und Produzent Aphrodite der Meister. Einer, der noch den schunkligsten Fugees-Hit in eine Breakbeat-Arschbombe für den Tanzflur verwandelt. Für seinen ungestümen Haudrauf-Sound ist es naheliegend, das neue Werk als Nonstop-Mix mit Gästen aus der Hip Hop- und Ragga-Szene zu präsentieren. Im Intro weist die Stewardess noch mal kurz auf die Anschnallpflicht und mögliche Turbulenzen hin, und ab geht's: Beats rattern los, untergründige Würgebässe setzen ein und Rah Digga - eine Hardcore-Rapperin aus Busta Rhymes' Flipmode Posse - gibt den Einheizer, bis dann Barrinton Levy übernimmt. Der Reggae-Veteran sorgt trotz hoher BPM-Zahlen für überzeugendes Soundclash-Feeling. Das passt. Später übernehmen dann die Oldschool-Legenden Big Daddy Kane und Schooly D das Mikro, die Beats werden wieder langsamer - doch plötzlich: Explosionen, Jungle-Massive-Gegröhle, ein kurzes "Booyaka!", und die Boller-Beats knüppeln wieder weiter ... Insgesamt anstrengend und überhaupt nicht innovativ - klingt eigentlich alles wie Jump-Up-Jungle anno '96. Trotzdem: es rockt!
Frank Krings