NATACHA ATLAS
Something Dangerous
Mantra / Zomba

Die Welt als globales Dorf. In der Musik von Natacha Atlas ist ganz leicht, was heute fast unmöglich erscheint: Orient trifft Okzident - und man versteht sich blendend. Was die als Tochter eines sephardischen Juden in den marokkanischen Vororten von Brüssel aufgewachsene und als Frontfrau von Transglobal Underground bekanntgewordene Künstlerin an Musiken zusammenbringt, wird zu Pop ohne Grenzen. Natürlich liegt über allen stilistischen Liaisons immer ein schwerer, süßer orientalischer Duft, schon wegen Natachas Sangeskunst. Aber der Orient lässt anderen Einflüssen und höchst unterschiedlichen Gästen Raum zur Entfaltung. Auf "Something Dangerous" treffen arabische Instrumente auf hypnotische Housebeats, betörende Pop-Melodien, entspannte Dub- und Dancehall-Rhythmen sowie Einflüsse aus Jazz, Folk, Klassik und indischer Musik. Die obligatorische Coverversion fehlt auch nicht: diesmal erliegt James Browns "This Is A Man's World" dem Reiz des Orients.
Volkard Steinbach