AUDIOSLAVE
Revelations
Epic / Sony Bmg

Die vier Stars scheinen dieses Projekt (oder ist Audioslave doch eine ganz normale Band?) verdammt ernst zu nehmen. Schon das dritte Album in gerade mal fünf Jahren! Wie auf den beiden Vorgängern eingeläutet, ist "Revelations" eben nicht die Rückkehr zur energetischen Rhythmuswucht von Rage Against The Machine, kombiniert mit dem mächtigen Organ von Soundgarden-Chef Chris Cornell. Hier versuchen vier gereifte Musiker zweier ehemaliger Supergroups sich weiter zu entwickeln, um aus der Masse des gesichtslosen Rocks herauszustechen. Das gelingt mal besser, wie auf dem von Rick Rubin produzierten Debüt-Album, oder mal schlechter - wie hier. "Sound Of A Gun" schwelgt sphärisch so vor sich hin, während das darauffolgende "Until We Fall" erschreckend banal und einfallslos rumrockt. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich leider auch der Rest der Platte. Handwerklich perfekte Instrumentalisten schreiben Lieder, die einen kaum, zu wenig und manchmal auch gar nicht berühren. Hier ist er wieder, der Fluch des übermächtigen Schattens der eigenen Vergangenheit ...
Frank Möller