AZAD
Game Over
Universal

Mit Azad und mir - das wird nix mehr. Klar, Hip Hop muss nicht immer Partymusik sein. Seit Wu-Tang Clan und Mobb Deep haben Düster-Lyrik und Untergangs-Szenarien ihren festen Platz im Hardcore-Rap. Dort könnte theoretisch auch ein kurdisch-stämmiger Frankfurter, dem im Leben nichts geschenkt wurde, seine Nische finden. Aber Azads Hang zum Kitsch, seine eintönige Kriegersprache und der gramgebeugte Flow - so geht das einfach nicht. Schon das wagnerianische Instrumental "Alarm" erschlägt den Hörer. Viel Lärm um nichts. Mit der Spoken-Word-Nummer "Weiße Taube" haut die "Faust des Nordwestens" dann auf die Tränendrüse. Müßig zu erwähnen, das der Sohn Mannheims mit dem guten Draht zu Gott auch noch auftaucht. Schwermütiger Battle-Rap auf Hessisch - sowas brauch' ich nicht.
Frank Krings