OLLI BANJO
Erste Hilfe
Headrush / Emi

Klarer Fall von Sexaholic: "Du & Mein Penis (Werden Keine Freunde)" hieß die erste Maxi des Kölner Rappers Olli Banjo. Der Nachfolger "Dein Arsch" haut mit an den Neptunes orientierten Holper-Beats und Ohrwurm-Refrains in die gleiche Kerbe. Ganz klar: Seine Vorbilder sind Busta Rhymes und der Südstaaten-Schnellsprecher Ludacris! In ähnlich dummdreister Staccato-Manier macht sich Olli über die deutsche Rap-Konkurrenz (Freundeskreis, Massive Töne) und bekiffte Verschwörungs-Theoretiker ("Halbwissen feat. Illuminati 23") lustig. Was der leidenschaftliche Pornograph dann noch in "Scheisse & Pervers" erlebt ... pfui! Kein Wunder, daß bei soviel Schmuddelkram ernsthaftere Tracks (u.a. mit Curse) unter den Tisch fallen. Auch die schrägen Synthie-Beats nerven zuweilen. Aber dafür ist Olli Banjo in punkto kranker Humor und lässigem, einfach "undeutschen" Reimflow unschlagbar. Krasses Debüt, trotz einiger Ausfälle!
Frank Krings