BEANFIELD
Human Patterns
Compost / Public Propaganda

Gut zwei Jahre sind seit dem ersten Beanfield-Album vergangen. Damals programmierten sich Michael Reinboth, Jan Krause und Tobias Meggle eine groovige Melange aus Acid Jazz und Electronica zusammen, offen zum Breakbeat, jazzig im Duktus und mit einer gehörigen Portion kranker und kühlerer Sounds. "Organischer" sollte das neue Album nun klingen, und zu diesem hehren Zweck verbrachte man gleich acht Monate im Studio. Soundtechnisch hat sich die lange Zeit durchaus gelohnt: Opulent aalen sich die Sounds auf samtigen Wolken, vielschichtig, mit Liebe zum ornamentalen Detail. Die Rhythmus-Programmierung ist atmend, vertrackt, anspruchsvoll, man schwingt elegant von Fusion-Jazz zu Latin-Styles und zurück. Jedoch, bei aller Mühe und Sorgfalt, lässt sich die Musik dieses Albums nur als grosses, vor sich hin daddelndes Nichts zusammenfassen. Hört sich gut an, ist gut gemacht und erzeugt doch nur eine unangehme Leere.
Karl Koch