|
LIMP BIZKIT
Significant Other Motor Music / Universal
| Natürlich kann man sie in die Crossover-Schublade packen, behaupten, daß Crossover nach totem Fisch riecht, und Limp Bizkit damit abhaken. Thema verfehlt, sechs, setzen - denn "Significant Other" schaffte es bis auf Platz eins der US-Charts. Muß also irgendwas dran sein. Ist es auch. Hip Hop und Rock gekreuzt, das kennt man, und wirklich revolutionär sind Limp Bizkit da nicht. Aber sie machen aus diesen Zutaten das Beste. Keine Crossover-Band war je so streetsmart wie sie, man sieht die Kids förmlich an brennenden Ölfässern rumlungern und die Schule doof finden. Vielleicht klingt das jetzt etwas lächerlich, ist es aber nicht: "Significant Other" klingt so frisch und unverbraucht, als hätte es "Judgement Night" und Rage Against The Machine nie gegeben. Einfach nur Wut, Druck, Leben. Die Crossover-Platte für Leute, die Crossover eigentlich gar nicht mehr hören wollten. Stefan Piontek |