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PERRY BLAKE
California Parasol / Edel
| Pathetisches Klavier-Intro, schwelgende Streicher, ein entspannt groovendes Westcoast-Schlagzeug, Falsett kombiniert mit gebrochener Männerstimme, hoffnungsvoller Aufbruch und melancholisches Wissen ums Scheitern vereint, und schon gibt's Gänsehaut. Perry Blake ist hierzulande noch eher unbekannt - und das ist schade, zeigt er sich doch auf "California" als reifer Songwriter mit ungewöhnlichem Sound. Der Bowie der "Young Americans"-Phase, Steely Dan, abgehangener Soul, Prefab Sprout und The Blue Nile, so könnte man die Eckpunkte seines opulenten Sounds festmachen. Dazu kommen Schwulst, Melancholie und Resignation, was aber immer wieder in Balance gehalten wird durch die Eleganz der Arrangements des italienischen Filmkomponisten Marco Sabiu. Denn alternde Dandys weinen nicht, sie sitzen nur im weißen Anzug bei Sonnenuntergang in der Hotel-Lobby und lassen unbewegt Niederlagen und verpasste Chancen vor dem inneren Auge Revue passieren. Karl Koch |