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BUDDY MILES
Bluesberries Ruf / In-ak
| Buddy Miles? Genau, das war der Dicke mit der hohen Stimme und dem Dampfhammer-Drums, der erst mit Michael Bloomfield, später Hendrix, Santana und Solo-Projekten das weite Feld zwischen Soul, Funk und Rock bestellte. Ein fettes Energiebündel, dessen energetisches Spiel ihn in den 60er und 70er Jahren einerseits bei Kollegen beliebt machte, bei der Fachpresse andererseits nicht unumstritten war. Und dass Buddy jahrelang in amerikanischen Gefängnissen brummte, war seiner Karriere nicht unbedingt förderlich. Wenn er also den Blues singt, dann kann ihm mittlerweile Street-Credibility nicht mehr abgesprochen werden. Und den Blues singt er nun, mit einer von Steve Ray Vaughn ausgeborgten Rhythmusgruppe, einem sparsam-effektiv agierenden Gitarristen und mit einer Stimme, die so herzwärmend ausdrucksstark wie schneidend hell ist. Ganz so, als er noch mit Hendrix sang. Auf produktionstechnische Gimmicks sowie störendes Powerplay-Drumming wird verzichtet, und so ist ein recht geschmackssicheres Bluesrock-Album entstanden. Hochachtung! Adrian Wolfen |