BUSTA RHYMES
The Big Bang
Aftermath / Interscope

"Bosses work with bosses" - so lautet eine großkotzige Devise in manchen US-Konzernen. Das dachte sich auch Busta Rhymes, der manische Rap-Veteran aus Brooklyn - und tischt mächtig was auf: Missy Elliott, Stevie Wonder, Funk-Legende Rick James, Kelis, will.i.am von den Black Eyed Peas und hastdunichtgesehen assistieren dem letzten Rapper der Newschool-Era, der heute noch im Mainstream Wellen schlägt. Dem Motto entsprechend hat das meiste hier Dr. Dre produziert, der nach Eminem und 50 Cent wohl eine neue Herausforderung suchte. Dabei trat Busta Rhymes bisher eher als randalierendes Gastfeature und nicht als konzentrierter Album-Künstler in Erscheinung. Das soll sich jetzt ändern: Nostalgische Lebensrückblicke wie "Been Through The Storm" vermitteln das Bild eines MCs, der nicht ständig auf die Kacke hauen muss. Aber genau das kann Mr. "Woo-ha!" immer noch am besten, weswegen die Bass-Bombe "Touch It" oder der oldschoolige Jeep-Bouncer "New York Shit" mehr überzeugen. Ein echter Blockbuster ... mit Special-Effects, Action und ein paar langweiligen Stellen zwischendurch.
Frank Krings