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LEONARD COHEN
Dear Heather Sony Music
| Alter schützt vor Torheit nicht. Die synthetischen Sounds auf dem letzten Album des 70jährigen Leonard Cohen waren bereits gewöhnungsbedürftig. Doch im Vergleich zur kitschig angejazzten Zirkusmusik der neuen CD wirken die von der Produzentin und Komponistin Sharon Robinson für "Ten New Songs" kreierten Arrangements wie eine Wohltat. Das wird deutlich bei den wenigen Stücken, die sie diesmal mit dem Dichter produziert hat. "The Letters" und "There For You" sind neben der nachdenklichen 9/11-Poesie "Morning On That Day" klar die Highlights eines erschreckend debilen Albums, dessen größtes Manko der klebrige Chorgesang einer Dame mit dem Namen Anjani Thomas ist. Ach, hätte sich Cohen nur auf seine nach wie vor faszinierende Sprechstimme verlassen, die meisten Fans wären versöhnt, trotz ungewohnt milder Songtexte. Volkard Steinbach |