|
COMPUTERJOCKEYS
Computerjockeys Harvest / Emi
| Der Opener "Huckleberry Finn" könnte den falschen Eindruck vermitteln, die Musik von Digitaljockey und Hagedorn sei ein Verwandter des Mouse On Mars-Sounds, nur in Slow Motion und weniger kleinteilig. Aber: Die Computerjockeys haben ihre eigene Definition von Kölner Elektronika. Meist in gemäßigtem Midtempo fahren sie recht kantige Beats zusammen, das Soundspektrum ist enger und kühler. Ihr größter Verdienst ist es, die sonst so eklig als Exotikmarker mit Authentizitätsgarantie benutzten Samples aus der weiten Welt der Ethno-Folklore in ihrer jeweiligen Eigenart zu respektieren und oft auch die gesamte Trackstruktur nach ihnen auszurichten. Der Hit der Platte jedoch ist eindeutig die Single "Ping Pong": Wie hier das Ballgeräusch von, genau, Ping Pong-Bällen zusammen mit einem flächigen Koto-Sample eine harmonische Bewegtheit eingeht, ist wirklich meisterhaft. Karl Koch |