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ROBERT CRAY
Shoulda Been Home Ryko / Zomba
| Er war in den 80ern die schwarze Antwort auf die weiße Blues-Hoffnung Stevie Ray Vaughn: Robert Cray entzündete damals das x-te Bluesrevival mit erdigem, an die Stax-Grooves erinnernden Sound. Und obwohl er wie eine Sunnyboy aussieht, schreibt er Songs, die allemal von Düsternis geprägt sind. In den 90ern war es dann an ihm, mit selbstproduzierten LPs das Tal der Tränen zu durchwandern. Flops in Reihe, und dann '99 eine triumphale Rückkehr zur alten Form mit einem grammydotierten Album. Das jetzige Nachfolgewerk reizt den bekannten Cray-Sound einmal mehr aus: die Rhythmusgruppe spielt so homogen wie einst Booker T & The MGs hinter Otis Redding. Cray singt expressiv und er spielt Gitarre, wie nur er es kann: mit feinem Ton, sauber und akzentuiert, dabei dramatisch, feinziseliert und stark vokalisierend. Toll. Womit das Ende der Pluspunkte erreicht ist. Denn leider sind die Songs nicht voll ausgearbeitet. Ein neun-Minuten-Stück ohne dramatischen Höhepunkt zu absolvieren, zeugt von ziemlicher Ideenlosigkeit. Dass zwei mit dem Retro-Stax-Sound brechende Chicago-Blues-Titel klangtechnisch zudem noch aus dem Rahmen fallen, ist kaum erklärbar. Für Komplettisten only. Adrian Wolfen
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