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CRAZY TOWN
Darkhorse Columbia / Sony Music
| Man weiß ja vorher schon, dass das Quatsch ist. Aber der Fairness halber sollte man doch mal reinhören. Ok. Also: Es springt einem auf der neuen Platte die hibbelig dargebotene Pubertätslyrik der bekannten Singles nicht gleich mit dem tätowierten Arsch ins Gesicht. Das lässt sich positiv vermerken. Und dass Kollegen wie Linkin Park mit ein wenig Schmusischmusi und ein wenig mehr Gesang mehr Hits in Folge landen, hat man auch bemerkt. California-Körperkult und entrücktes Gegucke allein reichen eben nicht allzu weit. Also hat man sich hier jetzt auch sowas zusammenproduzieren lassen. Da tut nichts weh, die Gitarren machen Druck, aber rocken kuschel. Auf der zweiten Hälfte der Platte wird dann allerdings doch wieder etwas geholzt. Ist man seinen Kunden und der eigenen Optik ja schuldig. Außerdem droppt man Mist wie "Fighting for peace is like fucking for virginity". Fand ich bei der Truse auf dem Schulhof, die das auf ihrem bekritzelten Rucksack stehen hatte, schon immer lachhaft. Aber dort wird die Platte auch wohl ihr Klientel finden. Muss nicht sein. Echt nicht. Bernd Ahlert
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