CREED
My Own Prison
Epic / Sony Music

Was könnte das wohl sein: Eine Band die wie eine Mischung aus Pearl Jam, Alice In Chains und Soundgarden klingt? Genau, the next big thing aus USA: Creed heißt die Newcomer-Band aus Florida, die drüben für ihr Debut "My Own Prison" mal gerade eben Dreifach-Platin einheimste. Kein Wunder, die Amis haben nun mal eine Schwäche für Mainstream-Schlock. Gott, es gibt nichts schlimmeres als langweilige Rockmusik, und wenn Creed irgendetwas können, dann ist es zu langweilen. Mit einem Sound, der irgendwo zwischen '90 und '91 hängengeblieben ist. Und während die Oberlangweiler Pearl Jam inzwischen auf dem Weg sind, tatsächlich gut zu werden ("Do The Evolution"!), behämmern einen Creed mit derart furchtbarem Gitarrengegniedel, daß es wundert, warum die Plattenfirma dauernd von Nirvana quatscht. Kein Wort davon ist wahr. Nirvana haben den Kids damals (zumindest musikalisch) ordentlich in den Hintern getreten, bei Creed ist das genau andersrum. Schlaftabletten sind nix dagegen!
Mirko Puzic