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CREED
Weathered Epic / Sony Music
| In den USA - und nicht nur dort - hat die Band aus Florida fast alle Mitbewerber in Sachen Neo-Grunge hinter sich gelassen. Dabei wollte die Kritik zunächst keinen Pfifferling für ihre Mixtur aus Pearl Jam-, Alice In Chains-, Soundgarden- und Nirvana-Zitaten geben. Doch eine neue Generation von Rockfans entschied anders - und machte Creeds Alben zu Millionensellern. Zwei Jahre und endlose Tourneen später meldet sich das zum Trio geschrumpfte Unternehmen mit seinem dritten Werk zurück. Wie die Vorgänger hinterläßt auch "Weathered" den Eindruck, alles schon mal gehört zu haben: schwere Gitarrenwogen in weitschweifig angelegten Songepen, die genüsslich breite Gräben zwischen Euphorie und Melancholie, Härte und Melodie, Elektrik und Akustik zuschütten. Und doch: trotz aller Deja-Vus läßt Creeds hingebungsvoll hymnischer, zuweilen pathetischer Heavyrock so manchen Nu-Metal-Lümmel abstinken. Man höre nur Scott Stapps kernigen Gesang und die psychedelisch-dunklen Monumente "Who's Got My Back" und "One Last Breath", deren fiebriger Atmosphäre man sich einfach nicht entziehen kann. Volkard Steinbach
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