THE CRIBS
The New Fellas
Wichita / V2

Ach je, hier sind sie wieder: früh 80er-New Wave-Gitarren, eckige Drums und poppige Hooklines. Doch im Gegensatz zu den so vorschriftsmäßig abhakenden Bloc Party hat man bei den Cribs das Gefühl, dass diese Musik gute Laune macht. Das liegt vielleicht an den schön prolligen "Whoa-Ho-hoho"-Chören, die für Pub-Seligkeit sorgen. Edwyn Collins hatte sicher einen Riesenspaß, alte Zeiten mit Orange Juice Revue passieren zu lassen und der Band einen knackigen Sound zu verpassen. Je länger die Platte läuft, desto breiter wird das Grinsen, die Sonne scheint, denn das hier ist toller Pop, ohne Geschichtsallüren, frisch und direkt heraus. Der amerikanische Einfluss, von Pavement bis Jonathan Richman, tut den Songs richtig gut. Die erste Supergrass hatte dieses Gefühl von Aufbruch, Überschwang und Jungsein, die erste Undertones, die erste Libertines. Sommer, Bier, Flausen im Kopf, toll!
Karl Koch