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THE CURE
Bloodflowers Polydor / Universal
| Es muß schon ein echter Fan sein, wer Robert Smith und Co. über zwanzig Jahre die Treue gehalten hat. Das gilt im besonderen für die letzte Dekade, in der die Briten nur noch selten ihrem Status als Überväter des Düster-Wave gerecht wurden. Den Tiefpunkt markierte "Wild Mood Swings", das neben die gewohnten Depri-Arien peinliche Flirts mit Salsa und Dumpfrock stellte. Ganz so daneben ist "Bloodflowers" zwar nicht ausgefallen. Aber Grund zum Jubeln besteht trotzdem nicht, denn auch nach längerer Albumpause sind gelungene Einfälle bei The Cure Mangelware. Zu meist überlangen, höhepunktlos dahindümpelnden Bombast-Epen zelebriert Robert Smith seinen typischen Jammergesang. Doch wo er früher durchaus beklemmende Stimmungen in Moll heraufbeschwören konnte, herrscht heute nur noch gepflegte Langeweile. Da nützt es auch wenig, dass The Cure ihre an- und abschwellenden Trauersymphonien mit allerlei verzwirbelten Gitarrensoli, verhuschtem Pianogeklimper und psychedelischen Attributen ausschmücken. Der berühmte Funke will einfach nicht überspringen. Volkard Steinbach |