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CURSE
Von Innen Nach Aussen Jive / Zomba
| Unangefochten besetzt Curse die Nische des ernsthaften Storytelling im Hip Hop-Deutschland. Jede Zeile sitzt, passt und wackelt nicht. Wäre Curse ein Ami, würde er wohl in Queens leben, in direkter Nachbarschaft von Mobb Deep und Nas. Auch der deepe Sound seines zweiten Albums orientiert sich stark an der US-Ostküste: Viele Piano- und Streichersamples, die New York-typischen Chorus-Refrains. Im ganzen ist "Von Innen ..." dank der Mitarbeit der Stieber Twins viel professioneller produziert als noch das Vorgänger-Album "Feuerwasser". Im Gegensatz zu manchen momentan so angesagten MCs hierzulande sind seine Texte sehr persönlich: "Ich will den Hörer nicht nur flashen, sondern auch innerlich treffen." Entsprechend die Themenwahl: Liebesglück, ex-Freundinnen, Frustsaufen, Familien-Horror. All dies driftet trotz Gästen wie Xavier Naidoo nie ins Kitschige ab, da Curse auf gesamter Albumlänge seinen rauhen, trockenen Stil beibehält. Tracks wie "Ich Rap Nicht Mehr" oder "Scheiss Auf Curse" zeigen gar eine selbstironische Seite. Curse: Einer der besten Erzähler des deutschen Hip Hop. Für die reine Party-Sause sind andere zuständig. Frank Krings |