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DANZIG
Satan`s Child Nuclear Blast
| Mit einem derartigen Comeback hat wohl keiner gerechnet. Zumindest nicht nach dem letzten Album "Blackacidevil". Mit stampfendem Darkwave-Industrial-Metal hatte sich Glenn Danzig 1997 vom düster-apokalyptischen Hardrock seiner Erfolgsalben "Danzig", "Lucifuge" und "How The Gods Kill" verabschiedet und ein Soundgebräu aus der Hölle des Maschinenzeitalters heraufbeschworen, das zwar fies, sinister und hochgradig aggressiv klang, aber doch weit hinter den Qualitäten verwandter Werke von Nine Inch Nails bis Minstry zurückblieb. Mit "Satan`s Child" kehrt er nun zum altbewährten Stil zurück: Tiefgestimmte mächtige Gitarren-Riffs legen sich tonnenschwer auf drohende, vorwärts walzende Rhythmen. Darüber thront Danzig mit seinem Shouting, das bei dunklen, psychedelischen oder bluesgefärbten Passagen an Jim Morrison erinnert. Hätte sich der finstere Sänger, Songschreiber und Gitarrist jetzt noch wieder wie vor zehn Jahren mit der Produzentenlegende Rick Rubin zusammengetan, "Satan`s Child" wäre ein Klassiker des Heavy-Genres geworden. So muß Fan jedoch mit einem etwas matschigen Sound vorliebnehmen, der das teuflische Vergnügen aber trotzdem kaum schmälert. Volkard Steinbach |