DEFTONES
White Pony
Wea

Sie haben sich viel Zeit gelassen seit ihrem hochgerühmten "Around The Fur", mit dem sie neben Korn zu den aussichtsreichsten US-Acts der härteren Liga aufstiegen. Korn haben seitdem zwei Nr. 1-Alben veröffentlicht. Und die Deftones? Sie fahren die gewohnte Schiene weiter. Aggro-Gitarren in wirklichen Songs, und über den Riffs schreit und wimmert Chino Moreno, wie man das in der neuen kalifornischen Metal-Schule eben so macht. Damit könnten sie die Faith No More ihrer Generation werden - ihr universeller Sound weist sie als Auffangbecken von Fans diverser jüngst aufgelöster Hit-Combos aus: Life Of Agony, White Zombie, Tool, Helmet. Eine Konsensband am oberen Ende der Härteskala also. "White Pony" verdient den Erfolg, die Deftones reizen ihr Riesen-Potential in etlichen Songs aus. Die Grundstimmung bleibt verbittert, die Kompositionen sind großartig. Die Musiksender stürzen sich mit Kußhand drauf, and so do the fans.
Stefan Piontek