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WILLY DE VILLE
Crow Jane Alley Eagle Rock
| Die Rollen scheinen dem gerade 51 gewordenen, in New York geborenen Sänger nicht auszugehen. Nach dem extravaganten spanischen Zuhälter mit dünnem Bärtchen und Goldzahn bei Mink De Ville, dem "Beautiful Loser" mit New Orleans-Faszination, Folktroubadour mit Malocher-Attitüde und Barroom-Crooner kommt uns Willy De Ville jetzt als Indianer - zumindest auf dem Cover von "Crow Jane Alley", seinem ersten Studioalbum seit 1999. Mit der Musik der "Native Americans" hat er sich indes trotz Feder- und Knochenschmuck nicht beschäftigt. Wie gewohnt streift er, unter anderem begleitet von David Hidalgo (Los Lobos) am Akkordeon, mit viel Gefühl für Traditionen durch die Stile. Latino-Beat, Blues, Country & Western, Cajun, Sixties-Pop, Balladen im TexMex-Stil - seine trockene, angeraute Stimme und immer absolut ehrlich wirkende Performance machen jeden Song zum Genuss ... selbst eine schwülstige Ballade wie Bryan Ferrys "Slave To Love". Volkard Steinbach |