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DOG EAT DOG
Amped Roadrunner Records / Connected
| Es ist leicht, Dog Eat Dog zu hassen. Ihre größten Hits "Who's The King" und "No Fronts" wurden von einem Typen geschrieben, der die Band längst verlassen hatte. Und Crossover ist ja schon länger out, da halfen auch die Titelgeschichten in der belächelten BRAVO nichts mehr: Dog Eat Dog waren ein Auslaufmodell, ihre Stammkundschaft kauft längst Guano Apes... "Amped" dagegen ist ein aufreizend unwiderstehliches Argument, die vier Jungs wieder ins Herz zu schließen, genauso, wie uns The Offspring mit "Pretty Fly (For A White Guy)" weich werden ließen. Nicht nur haben sie alte Qualitäten verfeinert, etwa in Form der Hüpf-Hymne "Expect The Unexpected", die mit dem üblichen putzigen Saxophon-Gebläse um die Ecke kommt, das stets ihr Markenzeichen war. Sie gehen jetzt in alle Richtungen einen Schritt weiter. Sie sind funky. Sie können Ska. Und haben mit dem De La Soul-mäßigen Hip Hopper "One Day" einen der musikalisch gelungensten Momente des laufenden Jahres abgeliefert. Und das hätten wir, Hand aufs Herz, von jedem erwartet, aber nicht von Dog Eat Dog, die es einem so einfach machten, sie zu hassen. Naja, bis zu diesem Album. Und das ist groß! Stefan Piontek
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