MARK EITZEL
The Invisible Man
Matador / Zomba

Mark Eitzel ist zwar kein begnadeter Sänger, aber als Songwriter, der dunkle Verse über emotionale Tieflagen schreibt, kann er durchaus mit Tim Buckley und Nick Drake verglichen werden. Mit dem American Music Club gelang ihm auf 7 Platten das Kunststück, seine Depressionen mit versöhnlichen Balladen und impulsiven Rock-Ausbrüchen abzumildern. Eitzels Soloalben hingegen verloren sich in tristen Elegien über ewige Verlierer. Doch nun meldet sich unser Mann mit einem überraschend unbeschwerten Soloalbum zurück. Die fragilen Balladen und sanften Songgespinste, die der passionierte Grübler mit Akustik-Gitarre, Samples und atmosphärischen Computersounds im Alleingang kreiert, handeln nicht mehr nur von Trauer, Einsamkeit und Tod, sondern auch von den Freuden der Lebens. Die plötzliche Stimmungsaufhellung spiegelt sich zudem in den Melodien wider, die nicht mehr nur karg und spröde klingen. Fast möchte man "The Invisible Man" als Pop bezeichnen ...
Volkard Steinbach