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MATT ELLIOTT
Drinking Songs Ici D'ailleurs / Cargo Records
| Ist bei der Abmischung dieses Albums ein schlimmer Fehler passiert? Die Stimme weit im Hintergrund, die Gitarre von vorn nach hinten wandernd, Posaune und Klavier melodietragend, aber nicht wirklich präsent. Doch dann merkt man die kluge Absicht - und freut sich umso mehr. Matt Elliott gibt sich hier als düsterer Gossen-Songwriter à la Tom Waits oder Nick Cave, doch eigentlich ist der Mann Elektronikspezialist, bekannt geworden mit Flying Saucer Attack, AMP und Third Eye Foundation. Und so sind zwar das Instrumentarium und rudimentäre Strukturfragmente einer normalen Songwriter-Platte vorhanden, doch werden diese eingesetzt wie die Spuren eines Tracks. Und wenn im letzten Stück plötzlich eine Drum'n'Bass-Maschine lostuckert, ist das nur konsequent. Seine Stimme versteckt Matt Elliott im entrückten Chor wodkasaufender Jacques Brel-Geister, gerne wird hier im 3/4- und 6/8-Takt dem Delirium entgegengeschaukelt, auch mal über 7 bis 10 Minuten. Der ideale Soundtrack für eine Dostojewski-Verfilmung. Karl Koch |