EMBRACE
Out Of Nothing
Independiente / Sony

Wenn jetzt behauptet wird, Embrace hätten schon vor Jahren jenen hymnischen Passionspop erfunden, der später Bands wie Coldplay, Starsailor und zuletzt Keane groß machte, dann stimmt das einfach nicht. Fakt ist, dass das Quintett aus Leeds in frühen Tagen eher Oasis nacheiferte. Erst einige Flops später entdeckten Embrace jene himmelstürmenden Poparien und herzergreifenden Balladen, die nun auf ihrem vierten Album versammelt sind. Darunter sind wahrlich allerlei schöne, von Streichern veredelte Epen. Allein, was zu denken gibt und den Eindruck untermauert, dass Embrace doch nur zweite Garnitur sind: "Gravity", das hinreißendste Beispiel für Melancholie in Cinemascope-Format auf dieser CD, stammt aus der Feder von Coldplay-Chef Chris Martin.
Volkard Steinbach