EVERLAST
Whitey Ford Sings The Blues
Tommy Boy / Eastwest Records

Früher, da war Everlast mal Frontmann der Hip Hop-Formation House Of Pain. Die landeten Anfang der 90er einen ziemlich massiven Hit. Woraufhin sich ihre Alben wie geschnitten Brot verkauften und die Jungs ordentlich Geld verdienten. Nach drei Platten war die Luft raus, und House Of Pain lösten sich auf. Nun kehrt der Mann, der eigentlich Erik Schrody heißt, unter dem alten Pseudonym zurück, allerdings solo. "Whitey Ford Sings The Blues" ist eine schöne Überraschung geworden. Eric Schrody aka Everlast aka Whitey Ford entdeckt einen neuen Stil für sich, und es ist sehr aufregend, ihm dabei zuzuhören. Dabei erfindet er natürlich nichts neu, aber er versteht es (vielleicht unbewußt) auf alle Fälle, verschiedene Musikrichtungen miteinander zu verbinden. Everlast arbeitet sozusagen stilübergreifend. Da ist immer noch der Hip Hop, von dem er natürlich nicht loskommt. Dazu kommt noch ein wenig Rock, Country und eine kräftige Prise Blues. Everlast singt und rapt dazu mit cooler Inbrunst und liefert ganz nebenbei mit "What It's Like" einen unwiderstehlichen Ohrwurm ab. Hervorragende Platte, die auch nach dem x-ten Durchhören nicht die Spur langweilig wird. So muß es sein.
Mirko Puzic