FAT JOE
Loyalty
Eastwest Records

Nur acht Monate nach seinem kommerziell erfolgreichem "J.O.S.E."-Album legt der geschäftstüchtige Fat Joe also noch mal nach. Seinen galligen, leicht beleidigten Hardcore-Flow verteilt der New Yorker diesmal in zwei Richtungen: Eine Hälfte des Albums bestimmen Club-Bouncer mit Latino-Flow, zu denen Hausbarde Tony Sunshine süßliche Schlafzimmer-Lyrics säuselt. Klingt wie ein herzloser Abklatsch von R. Kelly, J-Lo oder Jay-Z ... In der anderen Hälfte werden die aus Mafia-Epen bekannten Themen verhandelt: Loyalität, Missgunst, Neid und Ehrverletzung. Dabei ist es Fat Joe doch selbst schuld, wenn seine Wandlung vom N.Y.-Urgestein zum seichten Champagner-König nicht von allen respektiert wird. Zumal die Produktion diesmal ohne Ausnahme albern pathetisch, berechenbar und uninspiriert ist. Soll er doch mit den hier gesampelten Pauken und Trompeten untergehen!
Frank Krings