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FEAR FACTORY
digimortal roadrunner / connected
| Es gibt letztlich wohl zwei Sichtweisen auf "Digimortal". Wer erst durch diese Scheibe Fear Factory kennenlernt, wird ganz aus dem Häuschen sein. Trash-Metal auf der Höhe der Zeit, technoid, brutal, mit dem besten Double-Bass-Drumming der Welt. Fantastisch. Wer aber "Obsolete" und vor allem "Demanufacture" kennt (und liebt), wird enttäuscht sein. "Digimortal" wirkt vergleichsweise seelenlos und steril, die Höhepunkte lassen sich an Homer Simpsons Hand abzählen. Da wäre vielleicht "Linchpin" mit diesem Prong-Groove zu nennen. Der Outstanding-Track ist "Invisible Wounds": fast balladesk, ziehen hier Fear Factory alle dramaturgischen Register zwischen Stille und Mega-Gebolze. Und mit "Never End" gibt's schließlich den epischen Song, der jedes ihrer Alben abschließt. Nur: Auf "Demanufacture" konnte man die durchschnittlichen Midtempo-Bolzer noch an vier Fingern abzählen, die bei "Digimortal" leider das Gros ausmachen - der Rest waren Hits. Eine magere Bilanz für eine der innovativsten Metal-Bands der letzten Jahre. Stefan Piontek
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