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FETTES BROT
Am Wasser Gebaut Indigo
| Die selbsternannten "schwulen Mädchen" des Hip Hop sind zurück. Gegen die neue deutsche Aggro-Härte im Genre setzen die Brote ganz antizyklisch auf Liebe, Sex und Zärtlichkeit. Das bringen die ewig jungen Nordlichter bei der Ode an die herzenbrechende "Emanuela" mit dem versetzten Marsch-Rhythmus auch gut rüber. An anderer Stelle wird in dieser Mission aber die Grenze zum Seichten mutwillig überschritten. So schmieren die Tracks "Soll Das Alles Sein" und "Kuba" irgendwo zwischen angetäuschter R. Kelly-Ballade und Santana-Gitarrenriffs ab. In diesem Stil geht es mit der sentimentalen Schulhof-Romanze "Yasmin" weiter. Schade, die Zeiten unbeschwerter Party-Hymnen sind beim Fetten Brot wohl vorbei. Dafür unterstreichen sie mit Zeilen wie "Ich war sexuell stets unterfordert und hielt Fußball für ne komische Sportart" wieder ihr Image als selbstironische Sympathen. Leider ändert das nichts am eher lahmen Gesamteindruck des Albums. Frank Krings
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