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FINK
Fink L`age D`or / Zomba
| Das vierte Album der Hamburger ist ihr bislang bestes. Musikalisch klangen Fink noch nie so offen und textlich so intensiv, auch wenn sich schon der Vorgänger "Mondscheiner" mit seiner melancholischen Seelenschau von den kuriosen Anekdoten der ersten beiden Platten "Vogelbeobachtung Im Winter" und "Loch In Der Welt" verabschiedet hatte. Jetzt tun sich wirkliche Abgründe vor dem Erzähler auf, der nach schweren Abschieden ziellos umherirrt und nicht weiß, wie, wann und wo er ankommen wird. Vielleicht bei sich selbst. Oder an einem seltsamen Ort, den er nur träumt. Wie jene Geisterstadt, die zu Beginn von heulenden Gitarren, unheimlichen Trompeten und einem einsamen Banjo phantasiert wird. "Die Richtung" heißt der Song, der an mysteriöse Stimmungbilder der Walkabouts erinnert. Americana, halluziniert und destilliert aus Cajun, Bluegrass, Appalachen-Folk, Walzer, Country-Rock und Blues. Verknüpft mit Bar-Jazz, Bebop, schwermütiger europäischer Folklore und On-The-Road-Atmosphäre. Eine eigenwillige Form von Pop, die tief berührt und unter die Haut geht wie die Songtitel "Ich wein' einen Fluss" und "Irgendwann Regen" oder die wunderschöne Melodika-Melodie im Instrumental "Ursa Minor". Volkard Steinbach |