FLOETIC
Floetry
Urban / Def Jam

"Zu unhip", "zu schwarz" ... diese und ähnliche Statements hatten sich Marsh Ambrosius und Natalie Stewart in ihrer Heimat London von Plattenfirmen anhören müssen. Sie gingen in die USA und hatten Glück, waren in Philadelphia zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Im Zentrum des Neo-Soul passte ihr Musikmix aus souligem Gesang und dramatischen Sprechpassagen perfekt. Schwarz und hip eben. Die beiden schrieben Songs für Bilal, Jill Scott und "Butterflies" für Michael Jackson. Ihr Debüt als Floetic bringt lockere Pop-Melodien ebenso wie Passagen, bei denen die Musik eher als atmosphärischer Hintergrund fungiert. Auch wenn manche Tracks ein wenig Zeit brauchen, bis sie schliesslich doch hängen bleiben - gut hörbar ist das allemal. Und ein Song wie "Hey You" ist allerfeinster Soul im D'Angelo-Style: Gefühlvoll, eigenwillig und mitreißend.
Roger Witte