FUNKY FRESH FEW
Stealing
Grand Central

"Yo, it's funky! Yo, it's fresh!" - trotz des spassigen Namens handelt es sich hier nicht um den Re-Release einer Old School-Rap-Crew aus den frühen 80ern, sondern um das Debüt von drei englischen Underground-Rappern aus Blackpool. Dort muss es den Leuten wohl an 300 Tagen im Jahr in den Tee regnen, denn funky-frisch ist ihre Definition von Hip Hop überhaupt nicht: Es dominieren düstere Trip Hop-Beats und melancholische Bläser- und Streicher-Samples, über die sich die MCs in verschwörerischem Tonfall auslassen. Inhaltlich geht es etwa gegen die üblen Fakers und geldgeilen Paper-Chasers, die den Hip Hop nicht mehr real keepen - halt das übliche Underground-Genörgel. Nicht wirklich unsympathisch, die drei, aber doch eher ein Album für schlechtgelaunte Tage.
Frank Krings