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THE GAME
Doctor's Advocate Geffen / Universal
| Ein Hauen und Stechen sondergleichen ging dieser Platte voraus. Dass der Hoffnungsträger des Westcoast-Rap von 50 Cent aus der G-Unit rausgeprügelt wurde, ist ja bekannt. Aber dass The Game trotz des Albumtitels keinen einzigen Beat mehr von Mentor Dr. Dre abbekommen hat, ist schon hart. Musikalisch betrachtet bleibt es dennoch "Nuthin' but a ,G'-Thang, Baby": Mit Kanye West, Just Blaze, will.i.am und Scott Storch hat er eine ansehnliche Produzenten-Riege auf seinen Westcoast-Sound eingeschworen. Auf "Compton" etwa holzt ein 90er-Hüpfbeat zu Eazy-E-Zitaten und Schooly Ds "Gangsta Boogie". Ein glatter Public Enemy-Ripoff ("Black Steel") ist dagegen "Remedy" geworden. Mit fiepsenden Keyboard-Melodien und mal schweren, mal federnden Beats klingt das Meiste hier wie G-Funk mit dem Bumms aktueller Studiotechnik. Dank seines gradlinigen Raps mit Gespür fürs Drama an passender Stelle ist The Game heute der überzeugendste Vertreter geschichtsbewussten Gangsta-Raps. Ganz ohne Dr. Dre und den Einheitsbrei der G-Unit. Frank Krings
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