|
GOLDFRAPP
Felt Mountain Mute / Pias
| Schon erstaunlich: Scheinbar alles, was an Filmkomponisten der 50er bis 70er Jahre groß und wichtig war, vereint sich hier in den superben Kompositions- und Emulationsfähigkeiten eines Will Gregory. Dazu eine Sängerin, Alison Goldfrapp, die in ihrer Stimme Geschichten von mondäner Leidenschaft mit der wegwerfenden Geste einer Filmdiva erzählen kann. Dies alles führt uns zum dekadent opulenten "Felt Mountain". Unmöglich, im Kopf nicht passende Bilder in Cinemascope zu generieren. Wo Portishead Filmscores nur als Ausgangsmaterial für eine zeitgemäße Version von Noir benutzten, wollen Goldfrapp mit aller Macht wieder ein Original schaffen. Sublim und sentimental, und mit dem Matterhorn auf dem Rückencover. Karl Koch |