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HANIN ELIAS
In Flames (1995-1999) Dhr Fatal / Efa
| Ähnliche Agenda, anderer Ausdruck. Während Hanin Elias mit ihren tapferen antikapitalistischen Recken bei Atari Teenage Riot mit Mitteln der permanenten Überhitzung auf Dauertrommelfeuer setzt, um agitierende Slogans in die Hirne der Hörer zu prügeln, setzt sie beim Soloschaffen auf differenzierteren Noise-Terror. Nicht, dass auf "In Flames" reiner Wohlklang herrscht, im Gegenteil. Verzerrte Stimmen, Drum'n'Bass als weißes Rauschen und Megaphonschreie, eben der ganze digitale Hardcore gehören auch hier zu den Mitteln. Mittendrin aber weinen verirrte Klassiksamples, verweist ein Vibraphon auf eine bessere Welt - und dann gibt's da noch etwas, das man tatsächlich fast schon als Melodie bezeichnen könnte. Schön. Auf programmatischer Ebene werden jedoch - wie gehabt - keine Kompromisse gemacht: Gegen die männliche Dominanz in Elektronikszene, Musikbusiness und sonstiger Gesellschaft. Revolution, Umsturz, Lack und Leder. Karl Koch |