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ARMAND VAN HELDEN
Killing Puritans East West Records
| War Van Helden nur früher so ein wüster Klopper, oder bilde ich mir das nur ein? Egal, sein neues Album ist fast schon subtil zu nennen. Natürlich fehlt aber der Wumms nicht, um die Großraumdisko-Massen in Ekstase zu prügeln. Wer solche Widersprüchlichkeiten gut verdaut, darf hier ein paar hübsche Dinge entdecken. Das gelungene "Swampthang" etwa: Mundharmonika-Loop trifft auf Voodoo-Rhythmustrack. New Orleans-House. Oder die Single "Koochy": Gary Numans "Cars" liefert die Wirbelsäule für einen fetten Beat-Koloss. Für alle, die glauben, Daft Punk seien roh, hat Van Helden mit "Flyaway Love" eine brutale Filter-Lektion parat und wenn schließlich in "Hybridz" die Acid-Electro-Sirenen dröhnen, heißt nur noch: Alarm! Feuer! Van Helden! Der Mann ist wirklich roh und doch sophisticated und die Hip Hop-Wurzeln ziehen sich in seinem House bis ins Mark. Da fällt auch der Big Willie-Style von "Full Moon" nicht so sehr ins Gewicht. Naja, der stumpfe Metalschmock "Little Black Spiders" dann aber schon. Also doch: Ein Klopper vor dem Herrn, der Van Helden. Karl Koch |