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SIXTEEN HORSEPOWER
Folklore Glitterhouse / Indigo
| David Eugene Edwards Soloprojekt Woven Hand ist gerade mal ein paar Monate alt, da folgt schon der Nachschlag in Form eines neuen Albums seiner Band Sixteen Horsepower. Aufgenommen in Triobesetzung mit hypnotischen Verwebungen von Gitarren und Banjo, molltrunkenen Bass- und Keyboard-Sounds, klagenden Celli und minimalistischer Perkussion ist "Folklore" längst nicht so laut wie die alten Alben. Dafür aber mysteriöser, dunkler und bedrohlicher. War Edwards früher ein besessener Wanderprediger, der apokalyptische Bilder beschwor, dann ist er in diesen bedrückend intensiven Songs und Geschichten ein einsamer Gunman mit dem Tod als ständigem Begleiter an seiner Seite. Es ist immer wieder beeindruckend, welche Assoziationen Sixteen Horsepower heraufbeschwören. Dabei ist ihre Musik, wie der Albumtitel andeutet, diesmal nicht mehr (aber auch nicht weniger) als genial interpretierte "Folklore", zusammengetragen aus eigenen Folk-Phantasien, mehr oder minder trunkenen amerikanischen und osteuropäischen Traditionals sowie Versionen von Hank Williams' "Alone And Forsaken" und "Single Girl" von der Carter Family. Volkard Steinbach |