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KASHMIR
No Balance Palace Sony Bmg
| Außerhalb Dänemarks kennt man Kashmir bislang kaum, trotz zweier mächtig beeindruckender Alben. Die Dänen schreiben superbe Songs und mäandrieren gekonnt durch die Genres, wobei sie die Klaviatur der leisen Töne und fragilen Balladen ebenso beherrschen wie die komplexe Kunst der großen Dramen und apokalyptischen Kakophonie. Das gilt ohne Abstriche auch für das neue Album, das mit energischer auftrumpfenden Gitarren den Durchbruch bringen soll. Dafür hat man sich hochkarätige Unterstützung geholt: Produzent ist niemand Geringerer als Tony Visconti, als Gäste wirken David Bowie und Lou Reed mit. Die fallen zwar kaum auf - Bowie singt bei "The Cynic" mit, Reed spricht ein Gedicht -, aber wenn durch die beiden Superstars ein paar mehr Leute Kashmirs fesselnde Mischung aus süßlich schweren Pop, hymnischem Rock und melancholischer Psychedelia entdecken - umso besser. Volkard Steinbach |