LAIKA
Good Looking Blues
Too Pure / Zomba

Vor einigen Jahren stand das britische Label "Too Pure" beispielhaft für den Transformationsprozess von Indie-Rock hin zu elektronischer Musik. Acts wie Pram, Moonshake, Stereolab, Laika und Mouse On Mars reflektierten sich langsam verändernde Hörgewohnheiten. Wo "Too Pure" draufstand, war auch "Too Pure" drin. Heute ist das Labelprofil weit weniger klar zu definieren, und von der alten Garde sind nur Laika ihrem Label treu geblieben. Auf ihrem dritten Album setzen sie nunmehr auf Verfeinerung der einmal gewonnenen Qualitäten. Da ist zunächst Magaret Fiedlers flüsternde Stimme der Einsamkeit, die sich hier nicht ganz so melodienreich wie auf Vorgängeralbum präsentiert. Dazu hypnotische, schwerelose Grooves, die den Tracks ihre schwebende Basis geben - hier muss einmal mehr der sattsam bekannte Can-Vergleich fallen. Manchmal, wie in "Black Cat Bone", setzen Laika auch auf hektische Verdichtung. Dann aber gleiten ihre Stücke wieder als sanft wärmender Elektroniktrip dahin. Der Soundtrack für nächtliche Autofahrten!
Johnny Lipps