|
LAMBCHOP
Damaged City Slang / Rough Trade
| Das Kollektiv aus Nashville, das je nach Laune aus fünf bis 17 Musikern besteht, kommt uns auch auf seinem neunten Album mit ziemlich eigener Musik. Dabei hat sich eigentlich gar nicht viel geändert, seitdem die R&B-Einflüsse der Alben "Nixon" und "What Another Man Spills" verschwunden sind. Noch immer lässt die Pedal-Steel an Country denken, deuten manche Klavierpassagen in Richtung Jazz und klingen die sämigen Streicher nach klassisch inspirierter Filmmusik. Und noch immer dominieren bedächtige Akkordwechsel, schwelgen Lambchop in entspannter Langsamkeit und erzählt Bandleader Kurt Wagner skurrile Geschichten über die Untiefen des Lebens, die zu Beschädigungen an Leib und Seele führen. Dabei geht seine dunkle, seltsam schläfrige Stimme selbst dann noch tief unter die Haut, wenn er wie im Albumauftakt "Paperback Bible" die Angebote eines TV-Shops runterbetet. Wie gesagt: Ziemlich eigen! Volkard Steinbach |