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LAUB
Filesharing Kitty-yo
| Diese Platte ist der beste Beweis, dass man auch mit doofem Namen gute Musik machen kann. Das Berliner Elektronik-Duo startete Ende der 90er mit einem Breakbeat- und Trip Hop-lastigen Soundtrack durch, der sie schon mal in die Nähe von Massive Attack führte. Auf dem dritten Werk "Filesharing" fallen diese Referenzen weg. Das Album klingt wie pluckernde Kunst, elektronisch generierte Romantik und liegt irgendwo zwischen den warmen Welten von Lamb und den kalten Kellerbeats eines Paul Kalkbrenner. Der Sound fällt gelegentlich arg dünn aus - auch weil Antye Greie-Fuchs und Jotka die Platte auf Laptops rund um die Republik aufgenommen haben. Einen wirklich gemeinsamen Arbeitsprozess gab es nicht. Dateien wurden hin- und hergeschickt und überarbeitet, worauf sich der Titel des Albums bezieht. Antye dichtet dazu meist assoziative Texte, die auf einem dünnen Grat zwischen naiv und weltweise wandern, mal konkrete Erlebnisse erzählen ("Neulich"), mal Statements abgeben ("Morgen"). Laub produzieren einen intellektuellen Style für das moderne Leben zwischen Modem-Knacken und Mofa-Fahren. Craig Armstrong gefällt die Musik jedenfalls. Er lud die Sängerin für einen Gastauftritt zu den Aufnahmen seines in Kürze erscheinenden Albums ein. Ulf Lippitz
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