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LINA
Stranger On Earth Eastwest Records
| Soul-Damen haben meist kräftige Stimmen, singen laut, voluminös und notenreich - aber eben nicht immer, wie wir spätestens seit Macy Gray wissen. Lina, das ist moderner R&B, ein wenig Hip Hop, gemischt mit dem Jazz-Feeling der 20er bis 40er. Billie Holliday fürs 21. Jahrhundert? Unvorstellbar, klingt aber saugut: Rauchgeladene Bar-Atmosphäre, dezente Piano-Akkorde, gedämpfte Trompeten, eine Klarinette und der Schlagzeuger spielt einen Rhythmus, der, wenn er aus dem Computer und wuchtiger daherkäme, durchaus in einen Destinys Child-Song passen würde, so aber erstaunlich jazzy klingt ("Waiting"). Und die Sängerin schmeichelt sich dazu mit süßlicher Stimme durch die Melodien. Denn trotz aller Jazz-Anklänge haben wir es hier ja mit charttauglichem R&B-Pop zu tun. Trotzdem entdeckenswert! Roger Witte |