LL COOL J
The Definition
Def Jam

Ehre, wem Ehre gebührt! Ende der 80er war LL Cool J neben Run DMC die Initialzündung für schnörkellosen, aggressiven Rap mit Chart-Apeal. Aber 2004? Mit gut geöltem Bizeps über die Bühne wackeln und immer noch den Ladylover zu mimen - das kann doch nicht gut gehen. Zumal die Konkurrenz präpotenter Frauenbeglücker wie Nelly und Ludacriss den gereiften LL auch am Mikro alt aussehen lässt. Die Produktion mit ihren trockenen Snares und plakativen Refrains ist zwar schwer auf Charts gebügelt, aber richtige Bouncer sind Mangelware. Der mittlerweile eher behäbige Reimfluss von LL will einfach nicht zu der knalligen Produktion passen. Langsame, leicht ölige R&B-Nummern wie "Hush" zeigen noch mal sein Talent für die Horizontale. Aber für überzeugendes Album reicht das absolut nicht. Gibt es keine Renten-Regelung für alternde Rapper?
Frank Krings