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LUDACRISS
Chicken-n-beer Def Jam South / Universal
| Dirrrrty South-Rap again: Dass Ludacriss regelmäßig die studentischen Springbreak-Komabesäufnisse in Florida moderiert, fand sein familienorientierter (ex-)Werbepartner Pepsi gar nicht lustig. Ebenso wenig, dass dieses Schandmaul aus Atlanta neben "Chicken'n'Beer" auch noch das Rudelbumsen ("P-Poppin'", "Teamwork", "Hoes In My Room") schätzt - ein Hobby, dem er auch auf seinem dritten Album thematisch viel Platz einräumt. Aber Hand aufs Herz - Ludacriss kann den größten Schwachsinn erzählen, und damit trotzdem jeden Rapfan begeistern, denn Mr. "Double-Tongue" verdreht die Wörter, doppelt die Reime, betont einzelne Silben absichtlich anders und wechselt das Tempo, wie's ihm gerade passt. Hier hat einer puren Spaß am Rappen um des Rappens willen. Inhalte sind da egal, und auch die Produktion mit wiggeligen Synthiebeats und kurzen, funky Samples ist allenfalls typische Southcoast-Ware. Ludacriss hingegen sitzt schon jetzt im Olymp der schrägsten Styler - zwischen Busta Rhymes, Redman und Biz Markie! Frank Krings |